Weltraumkojoten

Als ich 16 war fand ich in der Zeitschrift ‚Maxi‘ von meiner Mama eine Kurzgeschichte von Dana Bönisch mit dem Titel ‚Weltraumkojoten‘. Die Geschichte  gefiel mir so gut, dass ich Sie ausschnitt und an die Wand in meinem Zimmer unter dem Dach pinnte. Als ich ein paar Jahre später auszog klebte ich sie in meinen Terminkalender, denn trennen konnte ich mich von den Zeitschriftschnipseln nicht. Den Kalender von 2010 habe ich, wie ihr seht, immer noch.

weltraumkojoten

Als ich schon vor einiger Zeit die Idee zu diesem Blog hatte fiel mir die Geschichte wieder ein und bestärkte mich darin, meine Idee in die Tat umzusetzen.

Wie in so vielen Geschichten geht es in ‚Weltraumkojoten‘ um ein Mädchen und einen Jungen, und um alles was zwischen ihnen ist oder gerade nicht ist. Doch vielmehr  als um die Beziehung der beiden ist mir diese Beschreibung der Autorin im Gedächtnis geblieben:

Sie war eine Sachenfinderin: ein Adressbuch im Regen, dessen Schrift verwischt war. Ein Kinderhandschuh. Eine Kassette, auf der stand: Juni 2002. Für Marie. Für alles. (Das braune Magnetband war herausgezogen und wehte dünn und glänzend über die ganze Straße, legte sich um Laternenpfähle, verfing sich in Zweigen an einem Novemberabend, hatte seine Lieder verloren.) Ein Zettel, durch den eine gewisse Steffi eine gewisse Melli in Kinderschrift wissen ließ, dass sie die Pille vergessen hatte. Ein nasser Stoffhund. Sie war eine Fährtensucherin, die wusste, dass die Dinge zu Geschichten gehörten und die Geschichten zu Menschen und dass diese irgendwo da draußen sein mussten. Und genau wie sie Angst vor der Zeit hatten. Hinter den Zugfenstern. Auf den Bahnsteigen. In den Wohnungen der Stadt. Die kleinen Dinge fand sie meistens, wenn es schon dunkel war und die Feierabend-Flut die Leute weggespült hatte: Stadtgut.‘

Es gibt jeden Tag so viele Dinge über die man stolpert, wenn man richtig hinsieht –schöne und nicht so schöne. Ich möchte euch hier daran teilhaben lassen, was mir alltäglich ins Auge oder vor die Füße fällt. Ich freue mich, wenn ihr mich auf meinem Weg begleitet.


‚Weltraumkojoten‘ von Dana Bönisch könnte ihr hier vollständig und kostenfrei lesen: ‚Weltraumkojoten‘. Und wer die Geschichte unbedingt im Regal stehen haben möchte (so wie ich) kann sich dieses Buch bestellen, in dem die Geschichte abgedruckt ist: ‚Zehn Stunden Paul. Und andere Geschichten über Freundschaft‘.

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