… um nach kürzester Zeit das Doppelte an Gewicht durch die Gegend zu schleppen

Nach einem anderthalbstündigen Flug setzten wir am Freitag etwa 40 Stunden später als geplant unsere Füße auf omanischen Boden. Ein herrliches Gefühl! Ich fühlte mich, als hätte ich in den vergangenen zwei Tagen eine Weltreise zurückgelegt. Uns erwartete ein sauberer klimatisierter Flughafen und MEIN KOFFER! Zusammen mit ein paar anderen stand er verlassen neben einem der Gepäckbänder. Ihr könnt euch sicher meine Freude vorstellen. Im Flugzeug hatte ich schon die ganze Zeit darüber nachgedacht, was ich alles mitgenommen und vielleicht verloren hatte und wie immer wenn man in den Urlaub fährt, waren so einige nicht ersetzbare Lieblingsteile dabei. Mein Reisebegleiter hat diesen Moment für euch festgehalten.

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Nach einer teuren Taxifahrt konnten wir am Hotelpool verdient alle Viere von uns strecken. So hatte ich mir den Urlaub vorgestellt: Sonne, Wasserplätschern (zwar kein Strand aber wir wollen mal nicht zu anspruchsvoll sein), eisgekühlte Cola und ein ausgedehntes Mittagsschläfchen. Das hatten wir uns mehr als verdient! Da keiner von uns bereit war den zwei Tage lang heiß umkämpften Platz an der Sonne aufzugeben, rafften wir uns erst abends zu einem Besuch im CityCenter – einer Mall in Flughafennähe auf. Da ich meine Garderobe bereits zwangserweitert hatte beschränkte ich mich auf einen kleinen Einkauf und gab den professionellen Einkaufsberater für meinen Reisebegleiter. In Teheran ist es mit dem Klamottenkauf nämlich so eine Sache. Westliche Kleidermarken gibt es kaum und wenn sind die Sachen über Umwege importiert worden und kosten mindestens das Doppelte. Daher freue ich mich immer über einen Einkaufsbummel, wenn ich im Urlaub bin.

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Am nächsten Tag überwanden wir unsere Faulheit für eine Tour im Hop-On Hop-Off Bus, die mit 22 omanischen Rial ein Vermögen kostete (sowieso ist im Oman alles unglaublich teuer!!!). Da es die einzige Möglichkeit war, in kurzer Zeit noch möglichst viel von der Stadt zu sehen, nahmen wir den Preis auf uns.

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Muscat hat mir auf den ersten Blick gut gefallen. Die Landschaft ist eine Mischung aus Gebirge, Sand und unglaublich sattem Grün. Von der verhältnismäßig kleinen Altstadt hatte ich mir allerdings etwas mehr erhofft. Umso mehr hat mir der omanische Golf gefallen. Sowieso liebe ich das Meer, den Geruch von Salzwasser und das Geräusch der Wellen. Meine Lieblingsplätze in Muscat sind daher ganz klar der öffentliche Qurum Beach und die Corniche (gegenüber vom Muttrah Souk). Ich hätte unglaublich gern noch eine Bootstour gemacht um Delfine zu beobachten, aber leider mussten wir am kommenden Tag wieder nach Teheran zurückfliegen. Trotz der kurzen Zeit habe ich zwei schöne Funde gemacht: bereits getrocknete Blüten auf dem Gehweg in der Altstadt und winzig kleine Scheckenmuscheln am Qurum Beach.  Ich könnte mir vorstellen, nochmal wiederzukommen. Diesmal aber direkt mit Oman Air.

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Übernachtet haben wir übrigens im Radisson Blu Hotel, was ich für ein verlängertes Wochenende empfehlen kann. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet, es gibt einen kleinen Pool zum Entspannen und ein leckeres Frühstücksbuffet. Für einen längeren Sommerurlaub eignet sich das Hotel weniger, da der Pool direkt an der Straße liegt und das Hotel auch keinen Strandzugang besitzt. Generell wird man bei einem 14-tägigen Sommerurlaub im Oman glaube ich arm. Ich würde eher auf die Türkei o.ä. umschwenken. Auch in Abu Dhabi haben wir bei Weitem nicht so viel für unseren Urlaub bezahlt.

2 Kommentare zu “… um nach kürzester Zeit das Doppelte an Gewicht durch die Gegend zu schleppen

  1. Oh nein, da überkommt einen wirklich das Fernweh und das ist gerade für mich auch super schlimm, da ich gedanklich heute den ganzen Tag an irgendeinem Strand lag (und sei es bloß Italien) – nur, um aktuell diesem ekelhaften Wetter hier in Deutschland zu entfliehen 😦 Ich bin auch wahnsinnig neidisch auf deine Reise im Mai, denn witzigerweise habe ich bei meinen nächsten Städtereise auch an Stockholm gedacht! 🙂

    Ich war allerdings gerade positiv überrascht, als ich gelesen habe, dass du derzeit sogar wirklich nicht nur in Teheran Urlaub machst, sonst dort lebst. Ein sehr ungewöhnlicher Wohnort, wie ich finde. Wie kam es denn dazu? 🙂

    Liebe Grüße aus München
    Tanja 🙂

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    • Italien! Da wäre ich auch sofort dabei 🙂 Ich war noch nie in Stockholm und Oslo und bin daher auch schon ganz hibbelig. Hoffentlich geht diesmal mit den Flügen alles gut. Aber in der Region sollte es eigentlich keine Sandstürme geben… Nach Teheran bin ich auf Umwegen gekommen. Hätte nie gedacht, dass ich mal hier lande. Jetzt arbeite ich für drei Jahre hier, von denen anderthalb schon rum sind. Fernweh hab ich trotzdem immer, obwohl ich schon im Ausland lebe 😀

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