One lovely blog award

Alfonso und ich sind wieder da und haben ganz viele Eindrücke, Fotos und ein paar Kilo Zimtschneckenspeck auf den Hüften mitgebracht. Demnächst gibt es auf dem Blog unsere Berichte aus Stockholm, Oslo, Berlin, Limburg und einem kleinen verschlafenen Örtchen an der Mosel.

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Ich habe mich riesig gefreut, dass Rosa und ihre Besitzerin von rosasreisen thingsifoundontheway für den One lovely Blog Award nominiert haben. Vielen vielen Dank! Da mache ich natürlich gerne mit! 7 Sachen darf ich über mich erzählen und lege einfach mal los:

1. Eigentlich bin ich ein kleines Faultier. Ich brauche ungefähr so viel Schlaf wie ein Kleinkind und werde ziemlich ungemütlich, wenn ich nicht mindestens 9 Stunden Schlaf bekomme. Daher war ich noch nie wirklich ein Party-Animal. Wenn ich gerade nicht schlafe, bin ich auch unglaublich gern faul. Auf dem Balkon liegen, Eistee trinken und ein Buch lesen, so sieht mein perfekter Tag aus.

2. Eine Sache die ich gar nicht leiden kann ist Sand. Ich bin zwar gern am Strand und höre den Wellen zu, aber bitte immer mit den Füßen schön auf dem Liegestuhl oder im Wasser. Trockenen Sand mag ich nämlich gar nicht. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn der Sand an den Füßen trocknet. Iiiiiiih! Schon als kleines Kind hatte ich immer mein Eimerchen dabei und habe mir die Füße abgewaschen, bevor ich es mir wieder unterm Sonnenschirm bequem gemacht habe. Ich hoffe, ich werde nie auf eine Strandhochzeit eingeladen. Wenn, dann komme ich in Gummistiefeln!

3. Ich bin eine kleine Romantikerin. Mein Freund sagt immer, ich hätte zu viele Disney-Filme geguckt. Stimmt! Allerdings finde ich, genau wie Anuschka von rosasreisen übrigens, dass man nie genug Disneyfilme gucken kann. Das mache ich auch heute noch gern. Mein absoluter Favorit bleibt Cinderella. ‚A dreeeeam is a wiiish your heart makes….‘ Hach jaaaa…

4. Seit meinen neun Monaten in Finnland bin ich absolut saunasüchtig. Es gibt absolut nichts, was mich so sehr entspannt wie ein Saunaausflug. In Helsinki gibt es dieses tolle alte Schwimmbad in der Yrjönkatu (klick!) in dem man nackt oder in Badekleidung schwimmen kann (Männer und Frauen getrennt). Danach geht es in eine der zwei dazugehörigen Saunen, die immer geöffnet sind. Am Wochenende ist auch der erste Stock geöffnet und damit noch eine richtige finnische Holzsauna, noch eine Sauna und ein Dampfbad. Man bekommt eine kleine Kabine für sich, in der man im Bademantel (auch im Preis inbegriffen) rumliegen und sich erholen kann und bei Bedarf auch was zu essen. Wer nach Helsinki fährt, sollte unbedingt mal da vorbeischauen!

5. Ich liebe Postkarten! Selbst schreiben, bekommen, sammeln. Immer her damit!

6. Manchmal habe ich Heimweh. Dann möchte ich zu meiner Familie, meinem allerliebsten Hund und meinen Freunden in Deutschland.

7. Mein ganz großer Traum ist, mal für ein paar Jahre in Italien zu leben. Bis es soweit ist, werde ich ganz fleißig Italienisch lernen.

So, das waren auch schon sieben Dinge über mich. Jetzt darf ich auch jemanden nominieren und entscheide mich für die herzallerliebste Autorin von irgendwieso.

Hier noch kurz die Mitmach-Regeln:

  • Bedanke Dich bei der Person, die Dich nominiert hat und verlinke sie in Deinem Post.
  • Liste die Regeln auf.
  • Veröffentliche sieben Fakten über Dich.
  • Nominiere weitere Blogger und teile ihnen das mit.

Ann in der Teppichfabrik

Erstmal ein ganz großes ‚Tut mir Leid‘ dafür, dass in der vergangenen Woche nichts von mir zu hören war. Ich hatte unglaublich viel zu tun und dann keine Zeit mehr, um etwas zu schreiben geschweige denn Fotos zu schießen. Damit so eine lange Durststrecke in Zukunft nicht mehr vorkommt, habe ich mir jetzt eine Blogroutine überlegt. Ab sofort gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag Neuigkeiten auf dem Blog. Soweit der Plan. Schauen wir mal, wie das klappt. Habt ihr auch feste Blogging-Tage oder macht ihr das frei Schnauze?

Gestern habe ich eine Teppichfabrik in Karaj, einer Stadt im Westen von Teheran, besucht und möchte euch gern an meinen Eindrücken  teilhaben lassen. Eigentlich bin ich kein großer Fan klassisch-persischer Teppiche. Ich mag es lieber schlicht. Mein Freund und Mitbewohner D. mag gar keine Teppiche (was schade ist, da ich mit Vorliebe auf dem Boden sitze) und hat mich daher schon vor meinem Aufbruch in die Fabrik gewarnt, bloß nicht mit einem Teppich wiederzukommen. Aber ich wollte ja sowieso ‚nur mal gucken‘ (ihr seht worauf das hinausläuft, oder?).

Nach Karaj sind es etwa vierzig Kilometer, was auf dem Hinweg unproblematisch zu bewältigen war. Die Fabrik liegt am Rand der Stadt direkt an der Autobahn und war leicht zu finden. Nach einem Mittagessen (ich liebe die iranische Gastfreundschaft!) konnte unsere Gruppe sich erstmal anschauen, wie die Teppiche gewaschen werden. Insgesamt finden drei Waschgänge statt, die ganz schön lange dauern. Anschließend werden die Teppiche zum Trocknen aufgehängt, was ein schönes farbenfrohes Bild ergibt.

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In der ersten Halle wurden die Teppiche geschoren, d.h. die überflüssige Wolle oben abgekämmt und abgeschoren. Die Wollreste nehmen übrigens die Fabrikarbeiter mit, um damit Kissen zu stopfen. Ich musste natürlich unbedingt mal reingrapschen und hatte dann lauter pieksende Wollreste an den Fingern kleben. Den Kopf habe ich mir auch noch gestoßen. Natürlich. Kennt ihr die Szene im Film Amelie, wo Audrey Tautou mit den Fingern ganz sinnlich durch Säcke mit verschiedenen Lebensmitteln fährt? Ungefähr so dürft ihr euch mein Erlebnis nicht vorstellen.

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In der zweiten Halle konnten wir uns dann endgültig davon überzeugen, warum persische Teppiche eigentlich so teuer sind. Hier saßen zahlreiche Arbeiter auf dem Boden über verschiedene Teppiche gebeugt und führten verschiedene Arbeitsschritte aus. Ränder weben, Muster begradigen etc. Ein Riesenaufwand. Geknüpft werden die Teppiche die in dieser Fabrik geknüpft werden übrigens von Knüpferinnen in den umliegenden Orten am heimischen Webstuhl. Erst im Anschluss erreichen sie die Fabrik und erhalten dort ihren Feinschliff.

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Die dritte und letzte Halle beherbergte die fertigen Teppiche. Stapelweise Teppiche. Aladdin wäre ausgeflippt vor Begeisterung. Obwohl ich zum ‚nur mal gucken‘ gekommen war, habe ich nach Herzenslust gestöbert und mir Teppiche in allen Größen und Farben angesehen. Neben den klassisch-persischen Teppichen habe ich auch einen Stapel mit Kelim Teppichen gefunden. Ich habe mich sofort in einen der Teppiche verliebt. Leider war er so klein, dass er gerade mal für Alfonso gereicht hätte. In größer gab es dasselbe Muster leider nicht, da alles Unikate sind. Aber ich hatte Blut geleckt und habe mich durch den ganzen Stapel gearbeitet. Dabei habe ich doch tatsächlich noch ein schönes Exemplar ausgegraben. Besonders angesprochen hat mich die Farbkombination mit schwarz, was bei den persischen Kelims eher untypisch ist. Ich habe einen guten Preis von knapp 100 € für meinen Kelim bekommen. Jetzt darf er meine Schrankecke schmücken (da stört er nämlich auch D. nicht). Es ist übrigens der oben links. Wie gefällt er euch?

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Ich bin auch endlich dazu gekommen, den Gewinner des kleinen Give-Aways auszulosen (über random.org). Gewonnen hat *trommelwirbel* Tanja! Ich hoffe du hast viel Freude damit! Das Päckchen macht sich dann Ende der Woche auf den Weg. Alle anderen kann ich vielleicht damit trösten, dass es sicher nicht meine letzte Verlosung war 🙂